| Anzeichen | URSACHE | Abhilfe |
| Bremsen streifen | Bremsbacken falsch eingestellt |
einstellen - auf der Ankerplatte befinden sich auf der Rückseite 2 Schrauben (Schlüsselweite 17mm), welche (beide) im Uhrzeigersinn solange zu drehen sind, bis die Bremse zieht - dann 2-5° lösen, dass die Bremse nicht mehr oder nur leicht streift. |
| Manschetten der Radbremszylinder aufgeschwollen | Alle Leitungen mit Alkohol ausspülen - in der Apotheke erhältlich | |
| Falsches Bremsöl im System | Neue Manschetten in Haupt- und Radbremszylindern montieren! | |
| Falsche Pedaleinstellung | Stoßstange des Hauptbremszylinders einstellen - das Bremspedal muss ein totes Spiel von 12,7mm aufweisen, bevor die Stossstange den Hauptbremszylinderkolben berührt. Das Spiel wird durch Verkürzen oder Verlängern der Stossstange erreicht. | |
| Verstopfte Ausgleichsbohrung im Hauptbremszylinder | Hauptbremszylinder reinigen | |
| Eine Bremse streift | Falsche Einstellung der Bremsbacken |
einstellen - auf der Ankerplatte befinden sich auf der Rückseite 2 Schrauben (Schlüsselweite 17mm), welche (beide) im Uhrzeigersinn solange zu drehen sind, bis die Bremse zieht - dann 2-5° lösen, dass die Bremse nicht mehr oder nur leicht streift. |
| Verstopfter Bremsschlauch | Bremsschlauch ersetzen | |
| Gebrochene Rückzugsfeder (Bremsbacken) | ersetzen | |
| Defekte Kolben oder Manschetten im Radbremszylinder | ersetzen | |
| Lose oder beschädigte Radlager | sind einzustellen oder zu ersetzen - mit Reinigen und Fetten der Lager mit einem Fett der Klasse NLGI 2) Einstellmutter des Radlagers anziehen, bis die Lager beim Drehen der Nabe einen leichten Widerstand erzeugen und anschließend die Einstellmutter um etwa 1/6-Umdrehung (leicht an der Mutter erkennbar) lösen. Anschließend die Sicherungsscheibe aufsetzen, die Kontermutter mit Steckschlüssel 55mm anziehen und mit der Sicherungsscheibe sichern. | |
| Bremse blockiert, Wagen zieht auf eine Seite | Fett oder Bremsöl auf Belag | Belag mit Bremsenreiniger spülen und mit groben Schmirgelpapier anschleifen, wenn der Belag von Öl oder Fett durchdrungen ist - WECHSELN! |
| Schmutz zwischen Belag und Trommel | Teile mit Stahldrahtbürste reinigen | |
| Angefressene (Rost) oder raue Trommel | Anschleifen oder ausdrehen max. Durchmesser 231,2mm bei Belagsübergröße 0,8, Belag egalisieren wenn dick genug (mit Feile oder Schmirgelpapier abziehen Minimalstärke 2,5mm) oder tauschen | |
| Lose Radlager | sind einzustellen oder zu ersetzen - mit Reinigen und Fetten der Lager mit einem Fett der Klasse NLGI 2) Einstellmutter des Radlagers anziehen, bis die Lager beim Drehen der Nabe einen leichten Widerstand erzeugen und anschließend die Einstellmutter um etwa 1/6-Umdrehung (leicht an der Mutter erkennbar) lösen. Anschließend die Sicherungsscheibe aufsetzen, die Kontermutter mit Steckschlüssel 55mm anziehen und mit der Sicherungsscheibe sichern. UNBEDINGT VOR FAHRTANTRITT DAS RADLAGERSPIEL MIT MONTIERTEM REIFEN PRÜFEN! | |
| Lose Federbriden oder Laschen | Sind nachzuziehen oder zu ersetzen (formschlüssig geschlossene Federbriden können aufgebogen, ein 4,5mm Durchgangsloch in Höher der Blattfeder gebohrt werden und mit einer 4mm-Schraube der Festigkeitsklasse 8.8 und einer selbstsichernden Mutter geschlossen werden) | |
| Lose Bremsankerplatte | ist anzuziehen | |
| Bremsbelag unterschiedlich | Sollten um ungleiche Reibeigenschaften auf einer Achse zu vermeiden immer achsweise getauscht werden - andere Ursache siehe verschmutzter oder verölter Belag. | |
| Bremsbacken falsch montiert | ||
| Zu geringer Reifendruck | überprüfen und aufpumpen (Normwerte für Straßenbetrieb vorne 2,4 bar hinten 2,2 - im Gelände kann der Reifendruck zum besseren Fortkommen auf bis zu 1,2 bar gesenkt werden - Vmax=20 km/h - vor Straßenbetrieb unbedingt wieder aufpumpen!) | |
| Ungleichmäßig abgelaufene Reifen | sind achsweise zu tauschen (auch radweises Tauschen mit Drehrichtungsänderung kann als Alternative Abhilfe bei nicht laufrichtungsgebundenen Reifen bringen) - schlimmstenfalls sind die Reifen zu erneuern. Vermeiden lässt sich dies durch regelmäßiges achsweises tauschen unter Beibehaltung der Laufrichtung von vorne nach hinten und umgekehrt. | |
| Übermäßiger Pedalweg | Normale Abnützung des Belags |
Bremsen nachstellen (normal alle 10.000 km) - auf der Ankerplatte befinden
sich auf der Rückseite 2 Schrauben (Schlüsselweite 17mm), welche (beide) im Uhrzeigersinn solange zu drehen sind, bis die Bremse zieht - dann 2-5° lösen, dass die Bremse nicht mehr oder nur leicht streift. |
| Abgenützter Belag | ersetzen - Nietreihenfolge beachten (gleichmäßig von innen nach außen - siehe Schaubild) | |
| Undichte Bremsleitung | ersetzen oder abdichten | |
| Angefressene Bremstrommel | Anschleifen oder ausdrehen max. Durchmesser 231,2mm bei Belagsübergröße 0,8, Belag egalisieren wenn dick genug (mit Feile oder Schmirgelpapier abziehen Minimalstärke 2,5mm) oder tauschen) | |
| Falscher Bremsbelag | ist gegen passenden zu tauschen - passiert überwiegend bei Fahrzeugen, wo schon Übermaßbeläge montiert waren, weil die Trommeln ausgedreht wurden. | |
| Luft im System | Hauptbremszylinder füllen und Bremssystem entlüften. Der Mahindra hat ein Zweikreissystem (1. Kreis Vorderachse, 2. Kreis Hinterachse), hierfür am jeweiligen Radbremszylinder einen durchsichtigen Schlauch anbringen , die Entlüfterschraube lockern und vorsichtig - langsam (Gefahr der Beschädigung des Hauptbremszylinders durch angesetzten Rost - ideal wäre die Verwendung eines Druckgerätes zum Füllen der Bremsanlage) bis zum Anschlag mit Bremspedal pumpen, bis keine Luftblasen mehr zu sehen sind, Bremspedal durchdrücken und Lüfterschraube anziehen - Bremsflüssigkeit vor jedem neuen Rad (1. hinten rechts, 2. hinten links, 3. vorne rechts und 4. vorne links) auffüllen. | |
| Schwammiges Bremspedal | Luft in den Leitungen | Hauptbremszylinder füllen und Bremssystem entlüften. Der Mahindra hat ein Zweikreissystem (1. Kreis Vorderachse, 2. Kreis Hinterachse), hierfür am jeweiligen Radbremszylinder einen durchsichtigen Schlauch anbringen , die Entlüfterschraube lockern und vorsichtig - langsam (Gefahr der Beschädigung des Hauptbremszylinders durch angesetzten Rost - ideal wäre die Verwendung eines Druckgerätes zum Füllen der Bremsanlage) bis zum Anschlag mit Bremspedal pumpen, bis keine Luftblasen mehr zu sehen sind, Bremspedal durchdrücken und Lüfterschraube anziehen - Bremsflüssigkeit vor jedem neuen Rad (1. hinten rechts, 2. hinten links, 3. vorne rechts und 4. vorne links) auffüllen. |
| Falsche Einstellung der Bremsbacken |
einstellen - auf der Ankerplatte befinden sich auf der Rückseite 2 Schrauben (Schlüsselweite 17mm), welche (beide) im Uhrzeigersinn solange zu drehen sind, bis die Bremse zieht - dann 2-5° lösen, dass die Bremse nicht mehr oder nur leicht streift. |
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| Übermäßiger Pedaldruck | Fett oder Bremsöl auf Belag | Belag mit Bremsenreiniger spülen und mit groben Schmirgelpapier anschleifen, wenn der Belag von Öl oder Fett durchdrungen ist - WECHSELN! |
| Wasser und oder Schmutz auf dem Belag | Bremsen trockenbremsen - hierzu bei Fahrt im 1. Gang mit dem linken Fuss die Bremse betätigen und Gas geben - nach 10 Sekunden müsste die Bremswirkung besser werden, ansonsten Bremse zerlegen und kontrollieren. | |
| Vakuumpumpe defekt | Ursache kann auch undichte Vakuumleitung oder Bremskraftverstärker sein - erkennbar ist dies an pfeifenden oder keuchenden Geräuschen. Test der Vakuumpumpe: Unterdruckmessgerät anstatt Unterdruckleitung anschließen, Motor starten - nach einer Laufzeit von einer Minute sollte ein Unterdruckwert von etwa 0,6 bar erreicht werden. Falls dies nicht der Fall ist, sind die Ursachen festzustellen (rutschender Keilriemen, schwache od. undichte Pumpe oder Undichtigkeiten in der Leitung oder dem Bremskraftverstärker). Die am Mahindra Verwendung findende Saginaw-Vakuumpumpe kann nicht überholt werden und ist zu tauschen. | |
| Bremskraftverstärker defekt | Funktionsprüfung des Bremskraftverstärkers analog der Fahrschulmethode: Bei stillstehendem Motor sooft das Bremspedal betätigen, bis es (fast) keinen Leerweg mehr hat und sich hart anfühlt, dann auf die Bremse treten - draufbleiben - und den Motor starten - funktioniert der Bremskraftverstärker gibt das Bremspedal etwas nach. Dichtheitsprüfung mit Barometer und Druckluft am Vakuumanschluss - hierzu den Bremskraftverstärker mit max. 0,5 bar unter Druck setzen und mit Seifenwasser benetzen - aufsteigende Luftblasen deuten auf Undichtheiten hin. | |
| Verzogene Bremsbacken | sind zu ersetzen | |
| Verzogene Bremstrommeln | ausdrehen oder tauschen max. Durchmesser 231,2mm bei Belagsübergröße 0,8, Belag egalisieren wenn dick genug (mit Feile oder Schmirgelpapier abziehen Minimalstärke 2,5mm) oder tauschen | |
| Pfeifende Bremsen | Im Belag festgesessener Schmutz | Teile mit Stahldrahtbürste reinigen |
| Verzogene Bremsbacken oder Trommeln | ausdrehen oder tauschen max. Durchmesser 231,2mm bei Belagsübergröße 0,8, Belag egalisieren wenn dick genug (mit Feile oder Schmirgelpapier abziehen Minimalstärke 2,5mm) oder tauschen | |
| Loser Bremsbelag | ersetzen | |
| Falsche Einstellung der Bremsbacken |
einstellen - auf der Ankerplatte befinden sich auf der Rückseite 2 Schrauben (Schlüsselweite 17mm), welche (beide) im Uhrzeigersinn solange zu drehen sind, bis die Bremse zieht - dann 2-5° lösen, dass die Bremse nicht mehr oder nur leicht streift. |