| Art | Ursache / Schadensbild | Abhilfe |
| Lackierung, Gummi und Kunststoff | Lack wird matt | Der Lack ist als Schutzschicht der Karosserie vielfältigen Belastungen ausgesetzt (UV-Strahlen, Säuren,...) ausgesetzt, weshalb seine Oberfläche bei unzureichender Pflege matt wird - eine 2 mal pro Jahr durchgeführte Politur erhält den Glanz des Lacks auf viele Jahre. Metallic-Lackierungen sind hier witterungsbeständiger, da sie über der Farbschicht einen zusätzlichen Decklack haben, welcher sehr Witterungsbeständig ist. Vorsicht beim Verwenden von elektrischen Poliergeräten, da hiermit leicht zu viel abgetragen wird. Sehr matte Lacke können mit Schleifpasten (auch Lackreiniger) wieder auf Hochglanz gebracht werden - die Wirkung solcher Mittel bitte vor der Verwendung auf großen Flächen an unauffälligen Stellen testen, da mit ihnen auch Kratzer entfernt werden können. |
| Lack macht Blasen | Hier können 3 Sachen zutreffen: 1. Wasser ist durch Haarrisse im Lack unter die Oberfläche gedrungen und hat zu Rost geführt. 2. Der Lack wurde zu heiß. 3. Lösungsmittel oder Bremsflüssigkeit haben den Lack angelöst. Egal welcher der Gründe zutrifft, hier hilft nur Instandsetzen mittels Schleifpapier, Grundlack und nötigenfalls Spachtelkitt. | |
| Lack springt ab / Steinschläge | Wenn bei Instandsetzungsarbeiten zuviel Härter in den Lack gemischt wurde springt der Lack in verhältnismäßig großen Stücken ab, kleine Steinschläge deuten auf zu dichtes Hintereinander fahren bei geschotterten Straßen hin. Zur Vermeidung solcher Schäden bei extremen Witterungsverhältnissen gibt es im Handel Steinschlagschutzfolien und Lacke. | |
| Rost an Kanten | Der Mahi ist ein indisches Produkt, weshalb die Lackierung an Kanten und schwer zugängigen Stellen dünn sein kann - eine Behandlung mit Schmirgelpapier und etwas Reparaturlack hilft. | |
| Gummi wird porös | Sonnenlicht und Kälte lassen Gummi altern, Pflegemittel verzögern diesen Prozess. Wer sparen will kann sich in der Apotheke Glyzerin kaufen - ein sehr gutes Schutzmittel für Gummi, welches auch das Anfrieren von Türdichtungen im Winter verhindert. | |
| Dichtungen werden kleiner | Ist Zeichen des normalen Alterungsprozess von Gummiteilen. | |
| Blech und Schlösser | Blech wirft sich | Der Mahindra hat ein Dickes Blech (bis zu 3mm), leider ist die Konstruktion an manchen stellen typisch für die Baujahre des Willys Jeep, weshalb sich Spannungen von Schweißnähten, insbesondere Schweißpunkte bei älteren Fahrzeugen bemerkbar machen können. Auf diese Art und Weise ist jeder Mahindra ein Einzelstück ;) . |
| Dellen drehten an manchen Stellen ohne Schaden auf | Entsteht durch Schweißpunkte an der Innenseite des Blechs - typische Stellen sind die Windschutzscheibe und die Kotflügel. | |
| Rost in Falzen | Durch die Vibrationen während des Fahrbetriebs und das Verwinden des Rahmens (ist im Gelände von Vorteil) kann der Lack an Falzen Risse bekommen - eine Regelmäßige Kontrolle und vorsorgliches Einlassen der anfälligen Stellen mit einem Hohlraumschutzmittel auf Wachsbasis (für die Bodenblatte) beugt vor! | |
| Führt Wasser im Fußraum zu Schäden? | Generell nicht, da der Mahi für solche Fälle Ablassbohrungen besitzt. Nur über längere Zeit stehendes Wasser durch auf schrägen Flächen abgestelltes Fahrzeug oder verstopfte Bohrungen führt zu Korossionschäden im Bodenbereich. Bei guter Pflege (wie unten auf dieser Page angegeben) ist über lange Zeit mit keinen großen Problemen zu rechnen. :) | |
| Schlösser frieren ein | Kommt nicht oft vor, da sich am CJ nicht sehr viele Schlösser befinden (grins). Damit dies jedoch nicht passieren kann, empfiehlt es sich diese zumindest einmal im Jahr vor der kalten Jahreszeit mit MOS2-Spray oder Nähmaschinenöl zu schmieren. Von Sprühfett wird abgeraten, da es bei Temperaturen unter -10°C zu zäh wird und zu Komplikationen im Schloss führt. | |
| Schlösser gehen streng oder hängen | Durch Schmutz oder 9fehlende Schmierung. Schlösser lassen sich leicht mit Bremsenreiniger und Druckluft reinigen. Anschließend wie oben schmieren. Beim Hard-Top (Türen) kann die Befestigungsschraube locker oder zu fest angezogen sein. | |
| Schweißverbindungen | Lösen sich unerwartet | Meistens nach Reparaturen, aber auch durch Schwingungen. Beim Schweißen ist auf saubere Oberflächen und Blechverzug zu achten. Bei schwingungsbelasteten Verbindungen ist Nieten (keine Blindniete), Schrauben bzw. Punktschweißen besser. |
| Wie verbinde ich zwei Bleche am besten | Am besten so, wie sie ursprünglich am Fahrzeug angebracht waren - es hat keinen Sinn Bleche, welche geschraubt waren bei der Reparatur anzuschweißen, damit man sich das Ausrichten erspart. Spätestens, wenn man das Teil für andere Reparaturen demontieren muss und dabei Probleme auftreten wird man daran denken. | |
| Vermeidung von Rost in einer Verbindung | Auf gute Grundierung mit Rostschutzfarbe achten, wenn Bleche punktgeschweißt werden. Keine blanken Bleche zusammenschrauben oder Nieten. Die Bohrlöcher von Nietverbindungen - auch bei Blindnieten mit Grundierung behandeln. Falls Masseanschlüsse gelegt werden (hier muss die Oberfläche blank sein um gute elektrische Leitfähigkeit zu haben, die Oberflächen und Teile einfetten - Verbindung zusammenschrauben, mit Sicherheitsreiniger das Fett entfernen und vor Rost durch Überlackieren mit Grundierung schützen. Falls das Fett nicht entfernt werden kann (Stelle unzugängig) kann sie auch mit einem Hohlraumschutz auf Wachsbasis (hier macht Fett nichts aus) vor Korossion geschützt werden. | |
| Schweißen, Nieten oder Schrauben? | Schweißen überall dort, wo Verbindungen normalerweise nicht gelöst werden müssen und Schrauben- oder Nietverbindungen störend auffallen würden. Nietverbindungen dort setzen, wo sich keine Schrauben anbringen lassen, es unwahrscheinlich ist, dass ein häufiges Lösen der Verbindung vorkommt (aber eventuell nötig sein könnte - z.B.: bei Teilen die nur bei unsachgemäßen Gebrauch kaputtgehen können - was jedoch vorkommt) und ein Schweißen der Beiden Teile aufgrund nicht gegebener Werkstoffkompatibilität nicht möglich ist (hier wird Kleben interessant). Schrauben überall dort, wo Teile aus offensichtlichen Gründen leicht zerlegt werden müssen (z.B.: für Wartungsarbeiten und Reparaturen). | |
| Unterboden | Rostschutz | Eine regelmäßige Behandlung im Frühjahr des Unterbodens durch Waschen mit einem Hochdruckreiniger und Entfernen der losen Unterbodenschicht mit Drahtbürste und Schraubenzieher schützt am besten vor Rost. Vom Verkleiden der Radkästen mit Kunststoff an heiklen Stellen wird abgeraten, da sich dahinter gerne Schlamm (vom Sprühnebel) absetzt und dadurch sogenannte Rostnester entstehen können. Anfällige Stellen können mit Steinschlagschutzspray, Rostumwandler und bei Verwendung von bitumenhältigen Unterbodenschutz auch mit MOS2-Spray (Kriechöl) gegen Rost vorbehandelt werden. Bei den hinteren Radkästen ist es vorteilhaft Unterbodenschutz in der Lackdose (zum Auftragen mit dem Pinsel) zu besorgen, diesen leicht antrocknen zu lassen, bis er eine teigige Masse bildet, welche anschließend mit der Spachtel als dicke Schutzschicht aufgetragen werden kann. Gegen Rost an den unteren Seitenwänden hilft das Auftragen eines 1-2 cm dicken Schutzrandes um die Karosserie herum, welche in der Fahrzeugfarbe überlackiert werden kann. Damit die Dichtheit des Bodenbelages über lange Zeit gegen Rost erhalten bleibt (ab einem Fahrzeugalter von mehr als 5 Jahren empfehlenswert) wird angeraten den Belag im Frühjahr mit verdünnten Hohlraumschutz auf Wachsbasis (meistens gelbe Farbe) einzulassen. Hierzu eine Mischung aus 50% Hohlraumschutz und Benzin anrühren und sparsam über den gesamten Bodenbelag auftragen, wodurch Haarisse (durch normale Alterung des Belages) geschlossen werden und trocknen lassen. Der Belag saugt diese Mischung zur Gänze auf. Vom Entfernen des Bodenbelags wird abgeraten, da dadurch meistens die Lackschicht vom Blech gerissen wird und der Belag die Lackierung vor Verletzungen schützt. |
| Schäden durch Aufsitzen | Ausbessern und verbogene Schutzbleche demontieren, ggf. erwärmen und geradebiegen. | |
| Unterbodenschutz löst sich | Ursache Rissbildung und eindringendes Wasser, nach der Frostperiode entfernen und ausbessern. | |
| Blattfedern rosten / knarren | Mit Sprühfett behandeln - bzw. mit minderwertigem Fett einreiben. | |
| Abflusslöcher verstopft | regelmäßig kontrollieren und reinigen, damit das Wasser abfließen kann. | |
| Wassereintritt in Fahrzeug | Der Mahindra hat ein Dickes Blech (bis zu 3mm), leider ist die Konstruktion an manchen stellen typisch für die Baujahre des Willys Jeep, weshalb sich Spannungen von Schweißnähten, insbesondere Schweißpunkte bei älteren Fahrzeugen bemerkbar machen können. | |
| Schraub- und Nietverbindungen (Aufbau) | Lösen sich unerwartet | Durch Vibrationen - eine Kontrolle sämtlicher Aufbauschrauben zumindest einmal jährlich oder alle 10.000 km auf festen Sitz wird empfohlen, da die Gummieinlagen zwischen Rahmen und Aufbau durch Alterung schrumpfen und die Schrauben dadurch locker werden können. |
| Richtig fixieren | Federringe, Schraubenfixiermittel (Loctite, Molykote) schützen vor selbständigen Lösen von Schrauben und können durch Anwärmen der Verbindung wieder gelöst werden. Wichtige Verbindungen sind mit Drehmomentschlüssel zu anzuziehen um perfekten Sitz der Verbindung und Spannungen zu vermeiden. | |
| Definition der Festigkeitsklassen (Schrauben) | ACHTUNG - Beim Ersetzen von Schrauben und Muttern immer dieselbe oder eine höhere Festigkeitsklasse wählen, da es sonst zum Bruch der Verbindung aufgrund mangelnder Festigkeit kommen kann! Die Festigkeitsklasse wird durch zwei Zahlen z.B.: 8.8 od. 12.9 (zwölf Punkt neun) am Schraubenkopf angegeben. Zur Berechnung der Mindestzugfestigkeit wird die erste Zahl mit 100 multipliziert (ergibt die Mindestzugfestigkeit in N/mm²). Die Mindeststreckgrenze (0,2-Dehngrenze) wird durch Multiplizieren der ersten Zahl mit dem 10-fachen Wert der 2. Zahl [N/mm²] ermittelt. Muttern müssen dieselbe Belastung aufnehmen können wie die dazugehörigen Schrauben. Die Festigkeit der Mutter wird durch eine Zahl angegeben, die der ersten Zahl der Schraube entsprechen bzw. größer als diese sein muss. Eine Schraube der Festigkeitsklasse 8.8 ist daher mit einer Mutter der Festigkeitsklasse 8 oder höher zu paaren. Ab Festigkeitsklasse 8 müssen Muttern gekennzeichnet werden. Beispiel für handelsübliche Festigkeitsklassen von Schrauben in ansteigender Form: 3.6, 4.6, 4.8, 5.6, 5.8, 6.8, 8.8 (am häufigsten verwendet), 9.8, 10.9 und 12.9 | |
| Wo Nieten und wo schrauben? | Geschraubt wird überall dort, wo genügend Platz dafür ist und ein rasches Lösen der Verbindung von Vorteil ist. Genietet wird dort, wo entweder geringe Platzverhältnisse herrschen, ein Lösen der Verbindung normalerweise nicht vorkommt und Schweißen aufgrund der Werkstoffpaarung nicht möglich ist. Heutzutage werden Nietverbindung häufig durch Klebe- und/oder Lötverbindungen ersetzt. | |
| Glas | Kratzer | Können mit Läppaste auspoliert werden (im Handel ist diese Substanz auch oft als Lackreiniger, Displaypolitur für Handys bzw. als Schleifpaste erhältlich). |
| Sprünge | Können in Abhängigkeit ihrer Größe repariert werden. Möglich ist dies meistens bis zu einer Länge von 5mm - diese Reparatur wird von den Automobilclubs günstig angeboten und von den meisten Versicherungen zur Gänze ohne Selbstbehalt bezahlt. Es wird empfohlen die Stelle des Steinschlags so rasch wie möglich mit einem Klebeband gegen Schmutz und Wasser abzudichten um einen guten Reparaturerfolg zu gewährleisten. | |
| wird "blind" - oder milchig weiß | Dies verursacht eindringendes Wasser. Oftmals tritt dieser Effekt an der Dichtung der Scheibe auf. Abhilfe schafft ein v-förmiges Einschneiden der Dichtung an der Innenseite am unteren linken und rechten Rand, damit das Wasser aus der Dichtung tropfen kann. Wer jedoch eine saubere Lösung wünscht, der Muss die Windschutzscheibe ausbauen, die Dichtung mit Karosseriedichtmasse bestreichen und die Scheibe darin wieder einbauen, wodurch der Ausbau der Scheibe künftig jedoch erschwert wird. | |
| Hard Top | passt nicht | Das Hard Top für den CJ muss meistens an einigen Ecken und Kanten durch Entfernen von überschüssigen Material angepasst werden. |
| wie fixiere ich das Hard Top richtig am Aufbau? | Hier gibt es zwei Möglichkeiten - entweder das Bohren von Durchgangslöchern mit anschließendem Verschrauben mit der Karosserie, wodurch das Entfernen erschwert wird ODER das Befestigen mit zumindest 4 Schnellverschlüssen (bei den Türen und am Heck), wie sie im Anhängerbau verwendet werden. (erhältlich bei Forstinger und Birner auf Bestellung). Wegen der Hohen Windkräfte unbedingt Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 und Gegenbleche verwenden! | |
| Einbau der Heckscheibe | Zuerst das Hard Top montieren und anschließend die Heckscheibe vorsichtig einpassen. | |
| Einbau der Türen | Nach Montage des Hard Tops einpassen, wobei Unterlegen von Beilagscheiben zum perfekten Sitz notwendig werden kann. Falls dies notwendig sein sollte den entstandenen Spalt zwischen Scharniergrundplatte und Seitenwand mit Karosseriedichtmasse schließen und überlackieren. | |
| zeigt Risse | Können mit Epoxydharz repariert werden. | |
| Dichtungen werden locker | Können mit Karosseriekleber befestigt werden. |