Servicediagnosen und Reparaturtipps Motor

Anzeichen URSACHE Anzeichen URSACHE
Schwarzer Rauch  (Abgas) Zu kleine Luftmenge durch verstopften Luftfilter oder verbogenen (verstopften Auspuff), spez. Gewicht der Ansaugluft zu klein (bei Hitze oder Passfahrten), eingespritzte Dieselmenge zu groß (für mehr Leistung Pumpeneinstellung verändert - auf Kosten der Lebensdauer), schlechte Gemischbildung (Einspritzbeginn zu spät - Richtwert 0,6mm vor oberenTotpunkt vom Kolben gemessen), verkokte Einspritzdüsen (Additive nützen nichts und führen eventuell durch Herabsetzung der Schmierfähigkeit zu Schäden an der Einspritzpumpe - siehe Additive gegen Ablagerungen hilft nur eine längere Fahrt mit langsam steigender Motorbelastung bis zu Vollast über mindestens 45 min.), klemmende Düsennadeln oder gebrochene Düsenfedern). weißer Rauch

(Abgas)

Bei kalten Aussentemperaturen und Motor normal (kondensierendes Wasser und unverbrannter Kraftstoff) - bei erreichter Betriebstemperatur und Aussentemperatur über + 10°C - schlechte Kompression
Blauer Rauch (Abgas) Üblich: Motor noch zu kalt - in dieser Phase nicht allzu stark belasten und nicht über 3.000 1/min drehen lassen. Bei alten Motoren auch zuviel Schmieröl im Brennraum durch abgenutzte Kolbenringe und/oder Zylinderlaufbuchsen (poliert), durch beschädigte, abgenutzte (Schmutz im Öl - Ölfilter verstopft) oder schwache (Alterserscheinung) Kolbenringe oder abgenutzte Ventilführungen. Der blaue Rauch zeigt immer den (Betriebs-) Zustand des Motors an, während schwarzer Rauch Fehler im Verbrennungsvorgang anzeigt. (eine kleine Rauchwolke ist bei Schwärzungszahl 6 nach der Bacharach-Methode pfeifende oder keuchende Geräusche Undichte Vakuumpumpe oder Leitung; undichte Zylinderkopfdichtung
Übermäßiger Kraftstoff- verbrauch Klemmender oder hängender Fliehkraftregler, geringe Kompression, hängen bleibende Ventile, verschmutzter Luftfilter, verstopfter oder verbogener Auspuff leichtes Klopfen oder Rasseln Falsches Ventilspiel, verschlissenes Ventilsteuerrad, gebrochener Kolbenring, kaum hörbar - Einspritzdüsen (normal)
Mangel an Kraft Geringe Kompression, zu später Einspritzzeitpunkt, verstopfte Kraftstoffleitungen, verstopfter Luftfilter, hohe Motortemperatur, falsches Ventilspiel, hängende Ventile, Motorsteuerung zu spät (Ventilzeiten), durchlassende Dichtungen, verstopfter oder verbogener Auspuff klopfende, schlagende Geräusche unbeabsichtigter, mechanischer Kontakt (z.B.:Ventilatorflügel); defekter Treibriemen; Zusatzaggregat defekt (Lichtmaschine, Wasserpumpe,…); Abgenützte Kurbelwellenlager (regelmäßiges starkes Klopfen, manchmal weniger unter Last); Kolben schlagen (am meisten merkbar, wenn der Motor kalt ist - bei hohen Laufleistungen)
Geringe Kompression Durchlassende Ventile, schlecht dichtende Kolben, hängen bleibende Ventile, schwache oder gebrochene Ventilfedern, angefressene oder abgenützte Zylinderlaufbuchsen, falsches Ventilspiel, zu großes Kolbenspiel, defekte Zylinderkopfdichtung    
Verbrannte Ventile oder -sitze Hängen bleibende Ventile oder zu viel Spiel in den Führungen, falsche Ventilzeiten, übermäßige Ablagerungen an den Ventilen uns Sitzen (höher Ölverbrauch, falscher Einspritzzeitpunkt und Menge verstopfter Luftfilter), Überhitzen, schwache oder gebrochene Ventilfedern, hängen bleibender Ventilstössel, falsches Ventilspiel, verstopfter oder verbogener Auspuff    
Hängen bleibende Ventile Verzogenes Ventil, falsches Ventilspiel, durch Kohle (Ablagerungen) verstopfte oder angefressene Ventilfürungen, ungenügendes Spiel zwischen Ventilführung und -schaft, schwache, gebrochene oder verklemmte Ventilfeder, verschmutztes Öl    
Überhitzen Nichtarbeitendes Kühlsystem, Thermostat defekt, falsches Ventilspiel (zu eng) oder Steuerzeiten, übermäßiger Russansatz (heute kein Thema mehr), Keilriemen defekt oder schlecht gespannt, verstopfter oder verbogener Auspuff, Defekt im Schmiersystem, angefressene oder durchlassende Kolbenringe    
Klingeln, Klopfen, Detonationen Falsche Zündeinstellung, minderwertiger Kraftstoff, Ablagerungen im Brennraum, schlechtes Sitzen der Ventile, hängen bleibende Ventile, gebrochene Ventilfedern, zu großes oder zu geringes Ventilspiel, falsche Ventilzeiten    
Übermäßiger Ölverbrauch Hängende, abgenützte oder gebrochene Kolbenringe, schwache oder falsch eingebaute Kolbenringe (Ölabstreifer), Rücklaufbohrungen der Ölabstreifringe verstopft, übermäßiges Spiel im Pleuel- oder Hauptlager, Ölverlust bei Dichtungen oder Simmerringen, zu viel Spiel zwischen Einlassventilführung und (Keine Vorschläge), angefressene, ovale oder konische bzw. falsch montierte Zylinderlaufbuchsen, übermäßiges Kolbenspiel, nicht korrekt abgewinkelte Pleuel, Betrieb bei hohen Drehzahlen und/oder Temperaturen, zu dünnes Öl oder falsche Viskosität (nicht unter SAE 10W-40 bei Temperaturen zwischen -20°C und + 40 °C, Motorentlüftungsschlauch (am Ölverschlussdeckel) verstopft.    
Lagerdefekt Hauptlagerzapfen oval oder konisch, Hauptlagerzapfen rau, Mangel an Öl, Ölverlust, schmutziges Öl, geringer Öldruck oder Defekt an der Ölpumpe, zu rasches Belasten des Motors nach dem Start (warten bis Öldrucklampe erlischt), Ölkanäle im Kurbelgehäuse, in der Kurbelwelle oder zum Zylinderkopf verstopft, verschmutztes Ölsieb, verbogene (Achtung bei defekter Zylinderkopfdichtung nicht über Kompression starten wenn Motor blockiert) oder nicht korrekt abgewinkelte Pleuel.    
Haarrisse in Kolben oder Zylinderkopf Nach langen Laufzeiten oder thermischer Überbeanspruchung (Überhitzung, Nachfüllen von kaltem Wasser in heißen Motor, defekten Einspritzdüsen oder erhöhter Einspritzmenge für mehr Leistung) kann es zur Rissbildung in Kolben oder Zylinderkopf kommen. Eine Reparatur des Zylinderkopfes ist durch Spezialisten möglich, jedoch teuer, Kolben müssen getauscht werden. Generell werden Teile mit Rissen getauscht.    
Anzeichen URSACHE Abhilfe  
Übermäßiger Kraftstoff- verbrauch Ungenügender Reifendruck überprüfen und aufpumpen (Normwerte für Straßenbetrieb vorne 2,4 bar hinten 2,2 - im Gelände kann der Reifendruck zum besseren Fortkommen auf bis zu 1,2 bar gesenkt werden - Vmax=20 km/h - vor Straßenbetrieb unbedingt wieder aufpumpen!)  
Bremsen streifen einstellen - auf der Ankerplatte befinden sich auf der Rückseite 2 Schrauben
(Schlüsselweite 17mm), welche (beide) im Uhrzeigersinn solange zu drehen
sind, bis die Bremse zieht - dann 2-5° lösen, dass die Bremse nicht mehr
oder nur leicht streift.
 
 
Kraftstoffleitungen undicht alle Leitungen und Anschlüsse prüfen  
Niedrige Kompression Ventilspiel prüfen  
Verschmutzter Luftfilter Luftfiltereinsatz mit Diesel oder Benzin reinigen  
Motor zögert beim Beschleunigen Geringe Kompression Ventilspiel bzw. Ventile prüfen  
Übermäßige Motorwärme Ursache suchen (Umgebungstemperatur, Belastung, Kühlsystem,...)  
Leck in der Kraftstoffleitung zur Pumpe Abdichten  
Motor stirbt ab - kein Leerlauf Leck in der Kraftstoffleitung Abdichten  
Wasser im Kraftstoff System entleeren und reinigen - der Dieselfilter besitzt an der Unterseite eine Wasserablassschraube  
Luft im System Kraftstoffsystem am Dieselfilter entlüften (Entlüfterschraube öffnen, durchsichtigen Schlauch ansetzen und solange an der am Filtergehäuse angebrachten Handpumpe pumpen, bis keine Luftblasen mehr herauskommen - anschließend Entlüfterschraube schließen).  
Hängen bleibende Ventile sind einzuschleifen  
Zu niedrige Leerlaufdrehzahl Am Gasanschlag an der Einspritzpumpe einstellen  

Inhalt von:Ing. Karl ESKE