| Anzeichen | Ursache / Schadensbild | Abhilfe |
| ungleichmäßige Abnützung | Einseitig abgefahren (unsymmetrisch) | Spur passt nicht - richtiger Wert - 1,2 bis - 2,4mm; an die Außenseite der Vorderreifen fährt sich aufgrund des Sturzes und der Belastung in den Kurven stärker ab, dagegen hilft regelmäßiges, achsweises Umstecken. |
| schuppig abgefahren | Zu weicher (überladen und zu wenig Luftdruck) Reifen, oder Spiel in der Radaufhängung | |
| symmetrische, aber ungleiche Abnutzung über die Lauffläche (gleichmäßig an den Rändern oder in der Mitte) | Wenn der Reifen gleichmäßig an den Rändern abgefahren ist, ist dies ein typisches Indiz für zu wenig Luftdruck, während eine verstärke Abnützung in der Mitte der Lauffläche ein typisches Indiz für zu hohen Luftdruck ist. Zu wenig Luftdruck führt auf rutschigem Untergrund zu mehr Bodenhaftung, jedoch auch zu erhöhtem Reifenverschleiß (bis mehr als 40%), dadurch auch zu mehr Kraftstoffverbrauch (bis 20%) und zu erhöhter Reifentemperatur. Bei zu hohem Luftdruck sinkt der Kraftstoffverbrauch (bis minus 15%), die Reifenlebensdauer sinkt um 10 % und die Fahrwerksbeanspruchung steigt durch das verminderte Dämpfungsvermögen des Reifens exponentiell an. Normwerte für Straßenbetrieb vorne 2,4 bar hinten 2,2 - im Gelände kann der Reifendruck zum besseren Fortkommen auf bis zu 0,6 bar gesenkt werden - Vmax=20 km/h - vor Straßenbetrieb unbedingt wieder aufpumpen! | |
| Profil an den Außenseiten schräg zur Laufrichtung abgefahren | Bei extremen Geländeprofilen mit großen Profilausschnitten und hohen Kräften bei Straßeneinsatz typisches Erscheinungsbild => Abhilfe regelmäßiges achsweises Umstecken (alle 10.000 km). | |
| unregelmäßige handflächengroße Abriebstellen | defekte Stossdämpfer - Test: Fahrzeug kurz stark belasten und loslassen - darf nur einmal nachschwingen. | |
| Beulen | Indiz für Gewebeschäden (durch Kollisionen des Reifens mit harten, kantigen Gegenständen - z.B.: Randstein, Felsen). In diesem Fall ist der Reifen zu tauschen! | |
| Vibrationen | Höhenschlag | Entsteht durch Verschiebung der Lauffläche (durch Überhitzung oder Überbeanspruchung), Reifen können bei geringen Höhenschlag auf der Hinterachse weiterverwendet werden (Zustand regelmäßig kontrollieren). Ein "vorübergehender Höhenschlag entsteht bei Reifen mit Mischgeweben, wie sie heute aufgrund der gewichtsreduzierten Bauweise typisch sind nach längeren Standzeiten (Winter), wenn der Reifen mit warmgefahrenen Reifen abgestellt worden ist - diese Erscheinung verschwindet nach ca. 30 Fahrminuten mit höherem Tempo von selbst, da sich diese "Deformierung" von selbst wieder zurückbildet. |
| ungleichmäßig abgefahren | Wenn der Reifen gleichmäßig an den Rändern abgefahren ist, ist dies ein typisches Indiz für zu wenig Luftdruck, während eine verstärke Abnützung in der Mitte der Lauffläche ein typisches Indiz für zu hohen Luftdruck ist. Zu wenig Luftdruck führt auf rutschigem Untergrund zu mehr Bodenhaftung, jedoch auch zu erhöhtem Reifenverschleiß (bis mehr als 40%), dadurch auch zu mehr Kraftstoffverbrauch (bis 20%) und zu erhöhter Reifentemperatur. Bei zu hohem Luftdruck sinkt der Kraftstoffverbrauch (bis minus 15%), die Reifenlebensdauer sinkt um 10 % und die Fahrwerksbeanspruchung steigt durch das verminderte Dämpfungsvermögen des Reifens exponentiell an. Normwerte für Straßenbetrieb vorne 2,4 bar hinten 2,2 - im Gelände kann der Reifendruck zum besseren Fortkommen auf bis zu 0,6 bar gesenkt werden - Vmax=20 km/h - vor Straßenbetrieb unbedingt wieder aufpumpen! | |
| unwuchtig | Solche Fehler passieren zumeist durch falsche Reifenmontage oder Beschädigungen im Gelände.Wuchten ist beim Mahindra aufgrund der Massenverhältnisse der Achse und des Reifenumfangs normal nicht nötig - ein Höhenschlag der Reifen kann ebenso die Ursache sein - zur Kontrolle den Wagen aufbocken und Rad im 3. Gang in Leerlaufdrehzahl drehen lassen - Höhenschlag wird sichtbar - bzw. auf Wuchtmaschine im Reifenhandel kontrollieren lassen. | |
| falscher oder ungleicher Luftdruck | überprüfen und aufpumpen (Normwerte für Straßenbetrieb vorne 2,4 bar hinten 2,2 - im Gelände kann der Reifendruck zum besseren Fortkommen auf bis zu 0,6 bar gesenkt werden - Vmax=20 km/h - vor Straßenbetrieb unbedingt wieder aufpumpen!) | |
| Reifen verschmutzt | Steine und Schlamm bleiben im Profil gerne hängen (werden gefangen) und verursachen bei schnelleren Fahrbetrieb Unwuchtigkeiten. Daher sind die Reifen nach Geländeeinsätzen stets zu reinigen um den Fahrkomfort nicht zu beeinträchtigen und die Straßen sauber zu halten. | |
| Gewebe verletzt / Fremdkörper eingefahren | Gefangene Steine können zu Unwuchtigkeiten führen und schlimmstenfalls sogar den Reifen beschädigen, weshalb gefangene Steine sofort entfernt werden sollten, sowie der Reifen regelmäßig auf Fremdkörper nach Geländeeinsätzen kontrolliert werden sollte. Falls Steine eingefahren wurden den Reifen beim Fachhändler reparieren lassen oder nötigenfalls austauschen. | |
| Geräusche | Fremdkörper eingefahren | Reifen regelmäßig auf Verletzungen und eingefahrene Fremdkörper kontrollieren und gegebenenfalls vom Reifenfachhändler reparieren oder tauschen lassen, Verletzungen an der Seitenwand dürfen (können) nicht repariert werden - der Reifen ist zu tauschen. |
| Extremes Reifenprofil | Faustregel - je extremer die Optik des Profils, desto lauter ist der Reifen. | |
| Luftdruck nicht in Ordnung | regelmäßig kontrollieren (Normwerte für Straßenbetrieb vorne 2,4 bar hinten 2,2 - im Gelände kann der Reifendruck zum besseren Fortkommen auf bis zu 0,6 bar gesenkt werden - Vmax=20 km/h - vor Straßenbetrieb unbedingt wieder aufpumpen!) | |
| Laufflächenablösung | Macht sich durch laute "klappernde" Geräusche bemerkbar - sofort anhalten und Reifen (auf Beulen), sowie Radschrauben kontrollieren. | |
| Fahrbahnunebenheiten | können zu dröhnenden Geräuschen führen, falls durch Spurwechsel keine Geräuschänderung erkennbar ist liegt die Ursache gegebenenfalls in einer Laufflächenablösung. | |
| Patschen | Rumpelnde Geräusche und Vibrationen deuten auf einen totalen Luftverlust aufgrund von eingefahrenen Fremdkörpern oder sonstigen Undichtheiten (z.B.: Ventil) hin. | |
| Luftverlust | defektes Ventil | Mit der Speichelprobe testen (Speichel auf das Ventil auftragen und abwarten, ob sich Luftblasen bilden). |
| Riss in der Felge / Felge beschädigt | Durch Überbeanspruchung und Vibrationen können sich Risse in der Felge bilden - in diesem Falle ist die Felge auszutauschen, Schweißen ist keine dauerhafte und verlässliche Lösung für dieses Problem! | |
| Felgenrost | Durch das beim Aufziehen verwendete Fett bei schlauchlosen Reifen heute kein Thema mehr - Reifengas bringt bei Schlauchreifen keine Abhilfe, außer einer leeren Geldtasche. | |
| Normaler Luftverlust / Druck im Reifen ist temperaturabhängig | Ein dichter Reifen verliert während 6 Monaten ca. 0,1 bar aufgrund der Porösheit der Gummimischung - Reifengas wird hier eine Besserung zugesprochen, aufgrund der Zusammensetzung (zumeist 100% Stickstoff) im Vergleich zu normaler, kostenloser Luft (ca. 80% Stickstoff, 18 % Sauerstoff und 2 % Edelgase) sind die Eigenschaften jedoch stark umstritten, weshalb Reifengas zumindest aus wirtschaftlichen Gründen abzulehnen ist, da die angeblichen Vorteile bei Nachfüllen mit normaler Luft auf jeden Fall verloren gehen. 60° Erwärmung (Fahrbetrieb auf sommerlicher Autobahn) führen zu einem Druckanstieg des Reifens um ca. 0,3 bar, weshalb bei einer Druckkontrolle nach einer Autobahnfahrt bei erhöhten Reifendruckwerten keinesfalls Luft abgelassen werden darf. | |
| Fremdkörper eingefahren/Reifen beschädigt | Reifen regelmäßig auf Verletzungen und eingefahrene Fremdkörper kontrollieren und gegebenenfalls vom Reifenfachhändler reparieren oder tauschen lassen, Verletzungen an der Seitenwand dürfen (können) nicht repariert werden - der Reifen ist zu tauschen. | |
| Schnitte/Risse im Reifen | Feine Haarrisse im Reifen sind nach einem gewissen Alter normal - generell sollten Reifen nicht länger als 10 Jahre verwendet werden (gesetzliche Limitierung des max. zulässigen Reifenalters gibt es keine - auch wenn dies von vielen Werkstätten verkaufstechnisch sinnvoll behauptet wird). Schnitte rühren meist von Verletzungen aus Geländeeinsätzen oder aufgrund von Verletzungen von Karosseriekontakten bei verbogenen Spurstangen her. Hier gilt: Schnitte, welche nicht bis zum Gewebe reichen sind harmlos, Schnitte und Verletzungen, wo das Reifengewebe sichtbar wird gehören umgehend repariert (um Korossionschäden durch Wasser am Stahlgewebe zu vermeiden - solche Reparaturen macht der Reifenfachhandel), Schnitte mit Gewebeverletzungen können manchmal vom Reifenfachmann repariert werden, im Zweifelsfall ist zur Wahrung der Fahrsicherheit jedoch der Reifen zu tauschen. | |
| Reifen löst sich von der Felge | zu wenig Luftdruck | regelmäßig kontrollieren (Normwerte für Straßenbetrieb vorne 2,4 bar hinten 2,2 - im Gelände kann der Reifendruck zum besseren Fortkommen auf bis zu 0,6 bar gesenkt werden - Vmax=20 km/h - vor Straßenbetrieb unbedingt wieder aufpumpen!) |
| Felgenbaugröße passt nicht zum Reifen | Immer nur passende Felgen zur jeweiligen Reifengröße verwenden - Aufschluss geben die Tabellen der Reifen- und Felgenhersteller! | |
| zu hohe Kräfte für falsche Bereifung - Fahrzeug überladen | Nur typisierte Bereifung verwenden - bei Umrüstung notwendige Typisierung oder Einzelgenehmigungsbescheid vom Händler einfordern! | |
| Reifen überhitzt (zu wenig Luftdruck) | regelmäßig kontrollieren (Normwerte für Straßenbetrieb vorne 2,4 bar hinten 2,2 - im Gelände kann der Reifendruck zum besseren Fortkommen auf bis zu 0,6 bar gesenkt werden - Vmax=20 km/h - vor Straßenbetrieb unbedingt wieder aufpumpen!) | |
| Felge beschädigt | regelmäßig auf Beschädigungen durch Kollisionen kontrollieren - leichte Beschädigungen auf Stahlfelgen können ausgeklopft werden, bei Alufelgen und schweren Felgenbeschädigungen sind ausnahmslos Reifenfachwerkstätten mit der Instandsetzung der Felge zu beauftragen. | |
| Kollision der Reifenschulter mit hartem Gegenstand | Nach Möglichkeit vermeiden, immer nach folgendem Grundsatz im Gelände fahren: so langsam wie möglich und so schnell wie nötig! | |
| Gesetzliche Bestimmungen | Reifendimensionen | Der Mahindra CJ 540 wurde in Österreich einzelgenehmigt, weshalb meistens nur jene Reifendimension typisiert ist, welche bei der Typengenehmigung montiert war - beim CJ 540 und -340 waren dies zumeist P 235/75 R15 auf 7J 15 Sternfelge, auch möglich sind Reifen 7.00-15 auf 4,5x15" Sternfelge und 7,00-16 auf 4,5x16 Sternfelge (meistens mit Military-Profil). Um Ärger mit dem Auge des Gesetzes zu vermeiden, wird empfohlen Umbereifungen im Typenschein eintragen zu lassen. Auskunft über die nachträgliche Genehmigung geben die technischen Prüfstellen des jeweiligen Bundeslandes. DAS MISCHEN VON RADIAL- UND DIAGONALREIFEN IST NICHT ERLAUBT UND GEFÄHRLICH! |
| gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe | 1,6mm auf etwa 3/4 der Lauffläche, es empfiehlt sich den Reifen früher zu tauschen, da sie auf rutschigen, schlammigen Untergrund im Gelände ab 3 mm wirklich unbrauchbar sind. - Achtung als Winterreifen gelten nur Reifen mit mehr als 4mm (Radial) und 5 mm (Diagonal). | |
| Reifenbauart (achsweise Mischbereifung) Winter/Sommer vorne und hinten oder umgekehrt. | Diese Frage stellt sich nicht, da die verwendeten Geländereifen zu 99,9% M&S-typisiert sind, nach momentanen Stand ist jedoch nur die Verwendung von neuen und alten M&S-Reifen auf einem Fahrzeug erlaubt (egal ist hierbei, ob jedes Rad ein Reifen eines unterschiedlichen Herstellers ist - vor dem Gesetz gilt nur die Dimension, (P235/75 R15) und ob es ein Winter- (M&S) oder Sommerreifen ist. Nicht erlaubt ist den Mahi jedoch vorne mit Sommerreifen und hinten mit Winterreifen zu bereifen, da dies gesetzlich (noch - eine Änderung ist in Planung) erlaubt ist. | |
| max. Geschwindigkeit | Die Angabe der Höchstgeschwindigkeit des Mahindra CJ 340/540 in der Einzelgenehmigung beträgt 80 km/h, weshalb Reifen mit einer höchstzul. Geschwindigkeit von 100 km/h ausreichen, dies entspricht dem Geschwindigkeitssymbol J (es gilt je weiter hinten im Alphabet, desto schneller und umso teurer - schnellere Reifen sind zulässig (z.B.: Q,T,...), langsamere jedoch nur, wenn es sich um M&S-Reifen handelt und die max. Geschwindigkeit des Reifen durch ein gut lesbares Schild am Armaturenbrett gekennzeichnet ist. | |
| Reifenalter - Erzeugungscodes | Reifen sollten regelmäßig auf ihren Zustand kontrolliert werden und haben kein eingestanztes Ablaufdatum, da Gummi auch im Stillstand altert, sollten Reifen nicht viel länger als 10 Jahre verwendet werden. Um dies überprüfen zu können, ist des Reifenproduktionsdatum verschlüsselt am Reifen angebracht - üblich sind hier: 1. der Wochencode (5001 - für 50. Woche 2001), 2. der Monatscode (1001 für Oktober 2001) und der Tagescode analog den üblichen Datumsschreibweisen, ist der Code 3-stellig und weist eventuell ein Dreieck auf, so wurde der Reifen vor dem Jahr 2000 hergestellt (ohne Dreieck vor 1990). | |
| Genehmigungszeichen nach EU-Richtlinie 92/23/EWG (ECE-Regelung 30) | Alle in Europa angemeldeten Fahrzeuge dürfen nur mit Reifen, welche in einem der europäischen Länder auf ihre Sicherheit geprüft wurden (erkennbar an der E- Nummer, Österreich = E12) im öffentlichen Verkehr betrieben werden - umgekehrt dürfen innerhalb von Europa auch nur solche Reifen verkauft werden - was erheblich zur Sicherheits- und Qualitätssteigerung gegenüber dem amerikanischen Reifenmarkt beigetragen hat. | |
| TWI - Tread Wear Indicator | Entweder mit TWI oder dem Firmenlogo gekennzeichnet und zeigt an, wenn der Reifen abgenutzt ist (hier ist das Profil um 1,6mm niedriger - wodurch deutliche Streifen auf einem abgefahrenen Reifen zu sehen sind) | |
| Profilnachschneiden | IST BEI DER VERWENDUNG VON HANDELSÜBLICHEN REIFEN GEFÄHRLICH UND DESHALB VERBOTEN! | |
| Load Index LI | Gibt die Tragfähigkeit des Reifens an - als Faustformel können für die max. Reifenlast rund 4 kg mal der LI-Zahl gerechnet werden. | |
| Reifenfüllung | Sollte mit reiner, trockener (Wasserabscheider am Kompressor) Luft erfolgen, da die Vorteile von Reifengas in einer dicken Brieftasche des Verkäufers liegen, da die Zusammensetzung (zumeist 100% Stickstoff) im Vergleich zu normaler, kostenloser Luft (ca. 80% Stickstoff, 18 % Sauerstoff und 2 % Edelgase) die Wirklichkeit ans Tageslicht bringt und der Gewichts- (Masseunterschied) der Füllung von ca. 3 Gramm nicht wirklich eine Veränderung bringt, da dies beim Wuchten noch innerhalb der zulässigen Toleranz liegt, von der negativen Energiebilanz ganz zu schweigen. |