Batterie


Allgemeines

Inhalt:


Servicediagnosen
Tipps und Tricks
Alternative Teile


Servicediagnosen

Durch Spannungsmessung, Prüfung der Säuredichte und durch die optische Prüfung können die meisten Fehler erkannt werden. Achte auf:

1. Verschmutzte Säure (mehrmals mit Säureprüfer pumpen): Abschlammung der aktiven Masse durch starke Zyklisierung, Überladung oder starke Rüttelbeanspruchung.

2. Säuredichte in 1 oder 2 Zellen stark abweichend: Kurzschluss, Undichtigkeit zwischen 2 Zellen oder Unterbrechung im Zellenverbinder.

3. Gleichmässig niedrige Säuredichte nach der Ladung: Durch zu lange Stehzeit ohne Ladung sind Teile der aktiven Masse sulfatiert.

4. Abgelöste Etiketten und starker Wasserverbrauch: Batterie wurde stark überladen bzw. war hohen Temperaturen ausgesetzt.

5. Geruch nach Essig bzw. Benzin: In diese Batterie wurde Alkohol bzw. Benzin eingefüllt.

6. Abgeschmolzener Pol: Batterie wurde an den Polen kurzgeschlossen (z.B. bei Anschluss in KFZ oder an Ladegerät, mit Werkzeug,...)

TIPP: Der Säureprüfer ist das Fieberthermometer der Batterie. Bei der Messung der Säuredichte bitte darauf achten, dass der Schwimmer des Säureprüfers frei schwimmt.


Sehr oft sind defekte oder falsch eingestellte bzw. nachträglich eingebaute elektrische Anlagen im KFZ die Ursache für Batterieprobleme.

Unterladung: durch defekte Lichtmaschine, extremen Kurzstreckenverkehr oder zu viele Stromverbraucher. Die Batterie wird nicht voll geladen, Teile der aktiven Masse werden inaktiv (Sulfatation). Die Folgen sind Kapazitätsverlust und verminderte Startkraft.

Überladung: durch defekten Lichtmaschinenregler. Ein Anzeichen dafür können häufig durchbrennende Scheinwerferlampen sein. Die Folge sind sehr hoher Wasserverbrauch und extreme Korrosion der Elektroden. Die Batterie wird dadurch stark geschädigt.

Starke Zyklisierung: durch viele tiefe Entlade- und Ladezyklen. Solche Belastungen kommen im Normalfall nicht vor, ausser die Starterbatterie wird für eine andere Funktion eingesetzt wie z. B.: im Taxi, Betrieb von Ladebordwänden in LKW‘s, als Antriebsbatterie (für diese Anwendungen gibt es spezielle Batterien).

Unterdimensionierung (der Batterie): durch zu geringe Batteriekapazität. Dies führt zu starker Zyklisierung und damit zur Schädigung der Batterie. Das trifft auch zu, wenn nachträglich eingebaute Anlagen (HiFi, Mobiltelefon, Standheizung!) zu viel Strom verbrauchen.

Wie lange können Batterien unbenutzt aufbewahrt werden?

Grundsätzlich kann keine Batterie ohne Energieverlust gelagert werden. Der Energieverlust bei Lagerung ist unterschiedlich und hängt von der Art des elektrochemischen Systems ab. Bestimmte Vorgänge im elektrochemischen System bedingen den allmählichen, jedoch unvermeidbaren Verlust an nutzbarer Energie, der jedoch im Umfang vorhersagbar ist. Der bekannteste Vorgang ist die sogenannte Selbstentladung. Sie hängt in der Regel mit der Elektrolytlöslichkeit des positiven Elektrodenmaterials und/oder ihrer thermodynamischen Instabilität zusammen (z.B. spontaner Zerfall). Die Selbstentladung ist bei wieder aufladbaren Batterien (Sekundärbatterien, Akkus) im Vergleich zu Primärbatterien (einmal entladbare Batterien) besonders hoch. Sie beträgt bei Raumtemperatur - je nach System - zwischen 15 % und 25 % pro Monat. Mit nur 10 % Selbstentladung pro Monat bieten Solar-Batterien einen besonders kleinen Wert unter den wieder aufladbaren Systemen an.

Quelle: Banner

Tipps und Tricks

Für eine lange Batterielebensdauer, alle 5.000 km den Elektrolytstand kontrollieren und ggf. mit destiliertem Wasser bis zur Markierung nachfüllen. Einmal trocken gewordene Bleiblatten haben ihre Kapazität unwiederbringlich verloren.
Der Ladestrom darf 14,2V nicht übersteigen - falls dies so sein sollte, ist der Lichtmaschinenregler zu tauschen.

Alternative Teile

Wichtiger Hinweis:


Alternative Teile (auch Fremdteile oder Nachbauteile) genannt, sind Ersatzteile, welche in verwandten oder ähnlichen Fahrzeugen verbaut werden bzw. aus der Zulieferindustrie der Fahrzeughersteller stammen. Ihre Qualität ist meistens gleich, oder besser als die Qualität der Erstausrüsterteile.
Oft handelt es sich hierbei auch um standardisierte Teile des Fahrzeugbaus (das wohl bekannteste Beispiel hierfür sind Schrauben).

ACHTUNGAus sicherheitstechnisch relevanten Gründen rate ich nur fachlich versierten Personen solche Teile zu verwenden, da diese auch bei gleichen Aussenabmessungen konstruktiv nicht für die Belastungen im Mahi ausgelegt sein können und bei zu schwacher Dimensionierung zu Schäden am Fahrzeug oder gar zu einem Unfall führen könnten, da der Mahi in unseren Breiten leider in keiner Ersatzteilliste der Identteilhersteller geführt wird!

Die nachfolgende Tabelle soll eine Hilfe zum Auffinden dieser Ersatzteile geben. Erkundige Dich im Zweifelsfall beim Verkäufer des Teils nach seinen Eigenschaften und nehme das Originalteil beim Kauf als Muster mit, da andere Hersteller bei ihren dem Fortschritt dienenden Änderungen nicht unbedingt auf den Mahi denken!


Code: 588 27, 588 34 592, 595600 38 (12V 88 Ah rund 600A)am billigsten im Autozubehörhandel oder bei Reifenhändlern erhältlich, zum Preis von rund EUR 80,--

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Inhalt von:Ing. Karl ESKE